Die Kirchengemeinde Beinerstadt Beinerstadtwird betreut vom:
Pfarramt Reurieth



Beinerstadt – Gustav-Adolf-Kirche

In Beinerstadt steht die Kirche an einer innerhalb der Ortschaft etwas nordwestlich gelegenen Anhöhe. Das Dorf wird bereits um 776/796 als “Peinheressteti” bezeugt, im Jahre 800 als “Beinheresstat”, und war während des 12. Jahrhunderts “Sitz eines Geschlechtes v. Beinerstadt”. Schon 1420 ist der Ortsname in seiner heutigen Gestalt bekannt als “Beynerstat”. Der Ort mit etwa 380 Einwohnern gilt entsprechend der Anordnung seiner Häuser als ein Haufendorf. Eine eigenständige Pfarrkirche war die Beinerstädter Kirche nur in der kurzen Zeitspanne zwischen 1632 und 1634 (also unmittelbar vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges); davor war sie Tochterkirche von Leutersdorf, später wieder Reurieth (1635), Dingsleben (1687) und Henfstädt (1816) zugeordnet, während es heute wieder zum Kirchspiel Reurieth gehört.
Da der Taufstein die Jahreszahl 1636 trägt, darf man annehmen, dass trotz der verheerenden Truppendurchzüge des Dreißigjährigen Krieges der Gottesdienst in Beinerstadt schon bald wieder stattfinden konnte. Der Renaissance-Giebel – die eigentliche Besonderheit der Kirche – wurde nach den Zerstörungen des Jahres 1634 bereits 1635 wieder aufgebaut; für das Jahr 1653 sind weitere Reparaturarbeiten am Bauwerk bezeugt.
An drei Wänden stehen zwei Emporen übereinander, eine führt oben an der Turmwand entlang; die Südempore ist mit zwölf Bogenstellungen versehen. Schlichte dorische Pfosten tragen sowohl die Holzkonstruktion an den Brüstungen als auch die gewölbte Holzdecke ganz oben. Die Blumengewinde an den Emporen sind “ein wohlgelungenes wie seltenes Beispiel” (Anmerkung 3) der Biedermeierzeit.
Im Chor, also im Erdgeschoss des Turms, lag die Decke ursprünglich tiefer; man erkennt noch den Absatz in der Mauer, der früher einmal die Balken, vielleicht sogar ein Gewölbe getragen hat. Die Veränderung wurde wahrscheinlich während des Innenausbaus im 18. Jahrhundert vorgenommen.
Den vor der Altarwand stehenden steinernen Altar – womöglich wie die Sakristei noch aus mittelalterlicher Zeit – hat man im 18. Jahrhundert vielleicht aus Pietätsgründen nicht durch einen neuen ersetzen wollen.

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