Die Kirchengemeinde ZeilfeldZeilfeld
wird betreut vom:
Pfarramt Bedheim-Pfersdorf


Zeilfeld – Kirche “St. Oswald”

1210 wird das Dorf als “Zilueld”, 1317 als “Zilvelt” und 1340 als “Zylvelt” am “Zeilbach” erwähnt. Der Ortschaftsname kommt vom althochdeutschen “zilon”, d. h. Richtung, Ziel, Grenze. So ist der Zeilberg ein Grenzberg zwischen den Fluren von Zeilfeld und Pfersdorf in alter Zeit. Durch den Ort selbst lief früher eine “Landesgrenze”, denn Zeilfeld stand teils unter Henneberger Herrschaft (Römhild), teils unter Sachsen (Sachsen-Hildburghausen, Sachsen-Meiningen). 1826 kam es dann ganz zum damaligen Herzogtum Sachsen-Meiningen-Hildburghausen.
Die alte Dorfkirche St. Oswald fällt durch den markanten gotischen Turm auf, der im Untergeschoss den kreuzgewölbten und mit einem Schlussstein versehenen Altarraum birgt. Die Kirche gehörte in vorreformatorischer Zeit zum Spital oder zur Vikarie “Altenrömhild” und seiner Peterskirche, wurde aber nach Einführung der Reformation als Filialgemeinde an Bedheim gehängt. Erst in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts kam der Ort als 2. Filial zur Muttergemeinde Pfersdorf.
Gegenüber dem Turm erscheint das 1734 in seiner jetzigen Gestalt entstandene Kirchenschiff relativ klein. Die früheren Vorgängerbauten sind meist kriegerischen Ereignissen (Dreißigjähriger Krieg, Napoleonische Kriege) zum Opfer gefallen.
In der Zeilfelder Oswaldkirche haben wir die Reste eines wehrhaften Baues vor uns, wie das an der Wehrmauer und mehreren als Schießscharten gestalteten Fenstern im Kirchturm abzulesen ist. Vermutlich aber kam die Zeilfelder Wehrkirche geschichtlich niemals “zum Einsatz”.
Die Ortsbewohner suchten ihre Sicherheit lieber in den dichten Wäldern der Gleichberge.
Die Zeilfelder Kirche ist in den letzten Jahren weit über die Grenzen der engeren Heimat hinaus bekannt geworden wegen der 1984/1985 im Altarraum freigelegten 32 spätmittelalterlichen Fresken, die Jahrhunderte lang überstrichen waren.
Nicht alle Fresken konnten gerettet werden, doch ist diese nun wieder anschaubare “Bilderbibel” des Spätmittelalters beeindruckend. Die Entstehungszeit der Bilder datieren Fachleute auf die Jahre 1480 bis 1520. Der einst so nüchtern wirkende Zeilfelder Altarraum hat durch diese Freilegungen, bei denen auch ein spätgotischer Sakramentsschrein zum Vorschein kam, ein buntes Aussehen erhalten. Im Kirchenhaus selbst ruhen die beiden Emporen auf kräftig geschnitzten Säulen, die in ihrer Verzierung griechische Kunstformen aufweisen, eine Seltenheit in unserer Gegend.

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