Die Kirchengemeinde WesthausenWesthausen
wird betreut vom:
Pfarramt Westhausen


Westhausen – Kirche “St. Kilian”

Westhausen ist ein sehr alter Ort, der bereits 776 in Fuldaer Urkunden erwähnt wird, und zwar als “Westhusen”. In den Jahren 1151 – 1157 wird er als Sitz derer von Westhusin genannt, gehörte zu verschiedenen Adelsfamilien und geistlichen Stiftungen in der Folgezeit und wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg mit dem nordwestlichen Teil von “Hohenhausen” zu einem einheitlichen Gemeindewesen verbunden.
Westhausen hatte in früherer Zeit schon als “Urpfarrei” eine große Bedeutung. Von hier aus wurden die umliegenden Ortschaften, bis hin nach Hellingen und Rieth, geistlich-seelsorgerlich betreut. Dies ist zugleich ein Beweis dafür, wie früh unsere Gegend sich für das Christentum entschieden hatte. Auch im Zeitalter der Reformation schloss sich der Ort schon frühzeitig der lutherischen Lehre an. Dies hatte vor allem darin seinen Grund, dass zwischen Westhausen und der neu gegründeten Universität Wittenberg enge Beziehungen bestanden.
Schon am 9. April 1521 wurde als erster evangelischer Pfarrer, der Freund Luthers und Melanchthons, Magister Jodocus Mörlinus (Mörlin), eingesetzt, der bis dahin als Professor der Philosophie in Wittenberg gelehrt hatte.
Überragt wird der Ort von seiner in der Mitte liegenden Kirche, die dem heiligen Kilian (Apostel und Märtyrer der Franken; 8. Juli) geweiht ist. Das Schmuckstück dieses Gotteshauses ist der heute noch gut erhaltene spätgotische Altarraum, etwa 8 Meter lang und 7 Meter breit, der sich jetzt – nach Entfernung von Einbauten – wieder in seiner ursprünglichen Schönheit darstellt. Mit ihm besitzt die Westhäuser Pfarrkirche einen Hochchor, wie er selten bei einer Dorfkirche zu finden ist. Dieser Altarraum ist schön und hoch.
Ein sehr gründlicher spätgotischer Bau hat die Kirche, einschließlich des Chores, ziemlich einheitlich gemacht. Den Nachrichten nach soll die Kiliankirche 1466 in der heute äußeren Form vollendet worden sein. Die gotischen Formen am Turm und Langhaus (teilweise Fenster und Portale) belegen das. Westhausen besaß früher neben seiner stattlichen Pfarrkirche noch drei weitere kleinere Gotteshäuser. So die Marienkapelle, wohl 1360 erbaut, die Kapelle des heiligen Laurentius und die 1531 baufällig gewordene Petruskapelle.
In unmittelbarer Nachbarschaft der Kiliankirche befindet sich der Friedhof, der zum größten Teil ummauert ist. Vorhandene Gaden sind 1844 und 1850 beseitigt worden. Sehenswert im Kircheninneren ist auch das aufgestellte, maßstabsgetreu von örtlichen Handwerkern gefertigte “Kirchenmodell”.

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