Die Kirchengemeinde StreufdorfStreufdorf
wird betreut vom:
Pfarramt Streufdorf  


Ansprechpartner:
Matthias Bauer
98646 Straufhain/OT Streufdorf
Mitterhof 1
Tel.: 03685-60331


Streufdorf – Kirche “St. Marien”

Die Ortschaft Streufdorf gehört zu den ältesten Ansiedlungen unserer südthüringisch-fränkischen Gegend. Um 800, als die Äbtissin Emhild von Milz Güter dem Stift in Fulda schenkte, wurde es als “Strufidorp” erwähnt. 1340 findet man es urkundlich als “Strufedorff”. Es war Stammessitz der Ritter von Streufdorf, die schon 951 erwähnt wurden und noch 1317 bekannt waren.
Neben und nach ihnen waren hier außer geistlichen Stiftungen auch etliche weltliche Herren begütert, so, dass im Laufe der Jahrhunderte sieben Rittergüter entstanden, die aber alle wieder verschwanden. Der Ort hat seinen Namen vom nahen “Straufhain”, eine der bedeutendsten Burgen unserer Gegend, heute eine denkmalgeschütze gesicherte Ruine, zugleich ein Wahrzeichen der Landschaft. Ursprünglich wurde der Straufhain nur “Struph(e)” genannt, woher Streufdorf den einfachen Bergnamen entlehnte, also “Dorf am Struph”.
Die wichtige Marktsiedlung Streufdorf (ab 1707 wurde Marktrecht erteilt), liegt im Kreuzungs-bereich mittelalterlicher Fernstraßen, also in militärisch und handlespolitisch wichtiger Lage, wenn man das von vergangenen Jahrhunderten so sagen darf.
Ursprünglich als Runddorf in seiner Anlage begonnen, wurde der Ort in der weiteren Entwicklung als fränkisches Reihendorf weitergebaut.
Heute ist Streufdorf die Zentralgemeinde der Einheitsgemeinde “Straufhain”. Die Evangelische Ortskirche “St. Marien” liegt am höchsten Punkt des Dorfes. Es ist eine “Chorturmkirche”, die man architektonisch in eine “alte” und eine “neuere” Kirche gliedern kann.
Das erste Kirchengebäude des Ortes wurde im spätromanischen Stil erbaut. Noch heute erinnert ein gut erhaltenes romanisches Rundbogenfenster an der Südwand des unteren Turmgeschosses an jenen Bau.
1570 bis 1578 wurde die Kirche im spätgotischen Stil umgebaut. Dabei wurde sie durch einen gut drei Meter langen und fast fünf Meter breiten “Choranbau” erweitert.
Es ist praktisch ein Neubau aus den Jahren 1706 bis 1709, da das alte Kirchenhaus sich vermutlich als zu klein erwies. Man ging mit viel Zuversicht und wenig Geld ans Werk. Zwei Männer aus Streufdorf machten sich auf eine “Kollektenreise” für ihre Heimatkirche nach Norddeutschland (bis hin nach Pommern), von wo sie mit fast 650 gesammelten Gulden nach Hause zurückkehrten. Es ist ein wuchtiger Bau, dieses im frühen 18. Jahrhundert errichtete neue Kirchenschiff, das fast 18 Meter lang und etwas über zehn Meter breit ist. Man verwendete bei Neubau, wie damals üblich, Bauelemente, die sich spätgotischen Formen anlehnten.
So ist die Streufdorfer Marienkirche sowohl in ihrer Außen- als auch in ihrer Innenansicht ein einheitliches, imposantes Bauwerk, sozusagen wie “aus einem Guss”!
In der Zeit von 1608 bis 1618 wurde um die Kirche eine Wehranlage gebaut. Einige unterkellerte Gaden sind noch erhalten. 1578 wurde im Rahmen der gotischen Umbauarbeiten an der Kirche auch der Turm vollendet.
Die posaunenblasende Engelsfigur auf der Spitze des 33 Meter hohen Turmes ruft zusammen mit den drei Glocken: “Land, Land, höre des Herrn Wort!” (Jeremia 22,29)

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