Die Kirchengemeinde SchmeheimSchmeheim
wird betreut vom:
Pfarramt Marisfeld


Schmeheim Kirche “St. Nikolaus”

Nach einer Schenkungsurkunde von König Konrad wird Schmeheim als “Smecheim” 914 erstmals urkundlich erwähnt. Als “Smeheim” taucht es dann 1259 in der Geschichte auf. Im 13. und 14. Jahrhundert war der Ort Sitz einer hier vorkommenden Adelsfamilie gleichen Namens, die aber um 1400 ausgestorben ist.
Mitten im Dorf, auf einem kleinen Hügel, liegt die dem heiligen Nikolaus geweihte Kirche. Wann sie erbaut worden ist, lässt sich nicht mehr feststellen. 1418 wurde der Kirchhof in einer Lehensurkunde benannt, was die Existenz der Kirche voraussetzt. Im Jahr 1697 wurde die Kirche erweitert und 1836 sowie 1876 grundlegend renoviert. 1911 erfolgte der Anbau eines Treppenhauses.
Die alten Bronzeglocken der Schmeheimer Kirche wurden im Ersten und Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken eingeschmolzen. Die neue kleine Glocke ist im Jahr 1921, die große im Jahr 1958 eingebaut worden. Sie werden über Seile mit der Hand gezogen.
Die Orgel stammt aus dem Jahr 1787. Von ihr ist nur noch der barocke Prospekt erhalten. Im 19. Jahrhundert wurde sie umgebaut. Ihr Blasebalg wird noch mechanisch per Pedal mit Luft gefüllt.
Auf einem Schmeheimer Bauernhof wurde 1997 der über 400 Jahre alte Taufstein gefunden und in die Kirche zurückgebracht. Er war bereits im 18. Jahrhundert durch einen neuen, hölzernen Taufstock ersetzt worden, diente zwischenzeitlich als Futtertrog und Blumenkübel. Er trägt die Jahreszahl 1593.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort bis auf drei Häuser gänzlich zerstört. Aus dieser Zeit ist uns die “Sage von der Trompeteneiche” überliefert, die von der Not unserer Heimat erzählt. Deshalb soll sie hier erzählt werden: “

Am Fuße des Kirchberges, und zwar dort, wo das Bräutigamstal in den Springgrund einmündet, stand einst eine Eiche, wo angeblich der Kurfürst von Sachsen bei Jagden in der Gegend zur Tafel blasen ließ. Eines Tages sprengte ein fremder Reiter den Wiesengrund herauf. Er musste von weit gekommen sein. Sein Wehrbehang war fremd, seine Kleider verschmutzt. Scheu schauten ihm die Bauern entgegen. Er winkte ihnen, aber sie trauten sich nicht hinzu. Da sah er vor sich eine mächtige Eiche aufragen. Sie mochte wohl an die tausend Jahre als sein. Mit einer letzten Anstrengung schwang er sich auf einen mächtigen Ast hinauf, setzte sein Horn an den Mund und blies immer stärker und lauter. Dann stürzte er plötzlich vom Baum herunter. Beherzte Männer sprangen hinzu. ‚Friede, Friede ist im Land‘, hauchte der Fremde und brach tot zusammen. Lange starrten die verhungerten und halb verwilderten Bauern den Fremden an, sie schüttelten ihn, aber der Mund blieb stumm. In dieser Nacht brannten hell die Freudenfeuer. Unter der alten Eiche kreisten die Becher.”

Oberhalb von Schmeheim liegt der Platz der alten Wallfahrtskapelle St. Lorenz (Laurentius), die aber nach der Reformation an Bedeutung verlor und bereits 1565 verfallen war. Der Volksmund schreibt die große Glocke in der Marisfelder Kirche dieser Kapelle zu.

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