Die Kirchengemeinde PfersdorfPfersdorf
wird betreut vom:
Pfarramt Bedheim-Pfersdorf


Pfersdorf – Kirche “St. Nikolaus”

Pfersdorf ist seit einigen Jahren Ortsteil der Kreisstadt Hildburghausen.
1157 noch Hengesdorp, 1302 Pferdesdorp und von Markgraf Hermann von Brandenburg seinem Vogt Christian zu Coburg gegeben, 1323 unter Graf Berthold von Henneberg mit seinen Einkünften nach Schmalkalden gewiesen. Hengesdorp (1358 als Pferdisdorf erwähnt) weist in Zusammensetzung mit Pferd wohl auf starke Pferdezucht in alter Zeit.
Oberhalb des Ortes, praktisch als das höchstgelegene Gebäude in Pfersdorf, liegt die Sankt-Nikolaus (Nikolai)-Kirche.
Die genaue Entstehungszeit der Kirche in Pfersdorf ist unbekannt, doch dürfte diese noch vor der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes liegen. Die heutige Gestalt des Gotteshauses, besonders die Barockformen am Turm und Schiff, geht auf eine grundlegende Erneuerung im Jahr 1714 zurück. Damals wurde das Kirchenschiff auch erheblich vergrößert und wahrscheinlich die beiden Emporen eingebaut.
Zwei Besonderheiten zeichnen die Pfersdorfer Nikolaikirche aus: Unter den drei Glocken im Turm befindet sich die 1506 von dem fränkischen Gießermeister Peter Goreis geschaffene alte Bronzeglocke. An ihrer lateinischen Inschrift sind der Glockenname “Maria Magdalena” sowie der Schutzheilige des Gotteshauses, “Sant Niclas” (Bischof Nikolaus von Myra, 6. Dezember), ablesbar. Die zweite Besonderheit ist die romanische Sakristei, die 1974 bis 1978 in ihrem bedrohten Bauzustand gesichert und gründlich restauriert wurde. Dabei wurden ein so genanntes Sakramentshäuschen und ein sehr altes Fenster aus vorreformatorischer Zeit freigelegt. Nach einem alten Inventarverzeichnis befand sich früher ein “steinerner Tisch-Altar” in der Sakristei der Pfersdorfer Kirche und belegt damit, dass dieser altehrwürdige Raum mit seinem rippenförmigen Kreuzgewölbe die erste Kirche (Kapelle) des Ortes gewesen sein muss.
Das Pfersdorfer Gotteshaus ist vom Dorffriedhof umgeben, den eine mächtige Trockenmauer (1578 schon bezeugt) umschließt. 1612, sechs Jahre vor Beginn des Dreißigjährigen Krieges, wurde das Pfersdorfer Gotteshaus “Pfarrkirche”. Vorher war es, zusammen mit Leimrieth, Tochtergemeinde der fünf Kilometer entfernten Stadt Hildburghausen.
Zu Pfersdorf gehört politisch und kirchlich das benachbarte ehemalige Rittergut “Friedenthal”. Frühere Namen: Kälberhof, Frankenberg, Hof zu Kalb derer von Grimmelshausen, 1770 Fasanerie des Prinzen Joseph von Hildburghausen, später im Besitz der Familie Rühle von Lilienstern und anderer Familien. Erst ab 1800 kam der Name Friedenthal auf. Die Friedenthaler Gutsherren waren früher auch die adeligen Kirchenpatrone der Pfersdorfer Kirche, hatten ihren besonderen Stand und bis etwa 1750 das Recht auf Begräbnis in der Kirche selbst, bzw. eine besondere Gruftreihe auf dem Friedhof.
Erwähnenswert ist noch die Wüstung “Brünnhof” unweit von Pfersdorf. Nach mündlicher Überlieferung soll früher einmal dort ein kleines Schloss gestanden haben. Heute ist der Brünnhof ein beliebtes Ausflugsziel.

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