Die Kirchengemeinde Linden058 Linden
wird betreut vom:
Pfarramt Gleichamberg


Linden

Linden ist ein sehr alter Ort. Seine Entstehungszeit dürfte in die nachkarolingische Epoche fallen, also um 911, auch wenn es erst 1315/16 als “zu der Lynden”, 1335 und 1343 als “Linden” urkundlich ins Rampenlicht der Geschichte tritt.
Es gehörte in alter Zeit dem Stift in Würzburg, wurde dann an das Adelsgeschlecht derer von Reurieth als Lehen gegeben und von diesen 1401 und 1506 ganz den Grafen von Henneberg-Römhild überlassen. Von welcher Seite man sich Linden auch nähert, als Erstes erblickt man den wuchtigen Kirchturm. Der Ort selbst liegt geschützt in einer Mulde und bildet ein fränkisches “Straßenangerdorf”, d. h., die Fachwerkhäuser stehen mit der Giebelseite so, dass von den Häusern aus die Straße überblickt werden kann. Oberhalb einer mächtigen Linde befindet sich die einzige Verengung des Angers. Hier findet man die Kirche mit angrenzendem Friedhof, benachbart von der alten Schule mit Nebengebäuden und dem Schulhof.
Der genannte Bereich ist noch von einer alten Mauer umgeben, die möglicherweise in früheren kriegerischen Zeiten den Bewohnern Schutz bot und noch stärker ausgebaut war. Die genaue Entstehungszeit der Kirche in Linden ist nicht bekannt, doch lassen die dicken Mauern von Sakristei und Chorraum, der den Turm trägt, auf ein recht hohes Alter des Gotteshauses schließen. Nach Überlieferungen soll sich innerhalb dieser starken Mauern eine Kapelle befunden haben, die den Einwohnern des Ortes in Kriegszeiten als Zufluchtsort diente. Später sei eine Wand an der Westseite herausgebrochen worden und somit der eigentliche Kirchenraum geschaffen worden. Die Kapelle wurde 1667 aufgestockt zum Turm, indem zwei Stockwerke oder “Geschosse” in Eichenfachwerk darauf gebaut worden sind.
Im Inneren der Kirche überrascht die schlichte Gestaltung. Von den roten Steinfliesen des Fußbodens heben sich die unbemalt gebliebenen Holzeinbauten mit der feingegliederten Architektur der Emporen besonders ab und verleihen dem hohen Kirchenraum einen warmen Ton.
Das Patrozinium der Kirche in Linden ist bislang nicht bekannt. Die mündliche Überlieferung will wissen, dass die mittelalterlichen Pilger aus unserer Region auf ihrem Wege nach Würzburg gerne in der Lindener Kirche Station machten, um dort ihre Andacht zu verrichten. Für sie mag das Gotteshaus das gewesen sein, was der fromme Meister über der Tür des Westeinganges Jahrhunderte später einmeißeln ließ: “Wie heilig ist diese Stätte, hie ist nichts anderes denn Gottes Haus, und hie ist die Pforte des Himmels” (1. Mose 28,17).

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