Die Kirchengemeinde HeldburgHeldburg 01
wird betreut vom:
Pfarramt Heldburg-Ummerstadt

Stadtkirche „Zu unserer lieben Frauen“ und
Friedhofskirche „St. Leonhard“


Heldburg Kirche “Zu Unserer Lieben Frauen” (St. Marien)

Nähert man sich Heldburg, so hebt sich die evangelische Stadtkirche wuchtig aus der Silhouette der etwa 1.250 Einwohner zählenden Stadt heraus. Diese wurde 837 und 838 urkundlich erstmals erwähnt.
Am Platz der heutigen Stadtkirche befand sich bis Ende des 15. Jahrhunderts ein kleines Kirchlein, umgeben vom Gottesacker und umwehrt von einer Gadenanlage. Das Aufblühen der kleinen Stadt aber erforderte eine repräsentative Kirche. Die damals als “baufällig” bezeichnete Vorgängerkirche wurde abgetragen und der Friedhof an den Rand der Stadt verlegt.
Im Chor der Kirche beeindrucken die drei spitzbögigen und mit farbigen Glasmalereien versehenen Fenster, angefertigt in den Jahren 1888 und 1892. Sie zeigen links die Geburt Christi mit der Anbetung der Hirten, in der Mitte die Kreuzigung und rechts die Himmelfahrt Christi.
Eine Gedenktafel an der Außenwand würdigt die Leistungen des Theologen Johann Gerhardt, der in den Jahren 1606 bis 1615 Superintendent in Heldburg, später Generalsuperintendent in Coburg und Lehrer am Gymnasium Casimirianum daselbst sowie später auch Universitätsprofessor in Jena war. Er gilt neben Martin Luther und Philipp Melanchthon als einer der bedeutendsten Theologen der Evangelisch-Lutherischen Kirche.

Heldburg 02 Heldburg – Gottesackerkirche “St. Leonhard”

Wie die meisten kleineren Städte unseres südthüringisch-fränkischen Gebietes besitzt Heldburg neben seiner wuchtigen Stadt- und Pfarrkirche “Zu unserer Lieben Frauen” (St. Marien) noch ein zweites Gotteshaus.
Diese zweiten Kirchen werden meist als “Gottesacker-Kirchen” bezeichnet, zumal sie auch der Friedhof umgibt. In ihnen aber werden nicht nur die Trauerfeiern gehalten, sondern sie dienen auch den verschiedenen anderen Formen des gemeindlichen Lebens – bis hin zu sonn- und feiertäglichen Gottesdiensten. Entwickelt haben sich mitunter diese so genannten Gottesackerkirchen aus einst selbstständigen Pfarrkirchen in vorreformatorischer Zeit.
Am Rande der oberen Vorstadt in Heldburg befindet sich die St.-Leonhard-Kirche, im Volksmund auch einfach “Kapelle” genannt, inmitten des 1533 angelegten Friedhofs. Sie wird aber bereits 1497 erstmals genannt und war damals wesentlich kleiner. Der heilige Leonhard, dem dieses Gotteshaus geweiht wurde, ist der Schutzpatron der Gefangenen und der Haustiere, besonders der Pferde.
In dem ganz schlichten Innenraum finden sich weder Empore noch Orgel. Neben einem schlichten steinernen Altar sind ein modernes Lesepult und einfache, hölzerne Bänke vorhanden.
Die Leonhardkirche könnte man als ein “anheimelndes” Gotteshaus bezeichnen, sowohl von seiner äußeren Gestalt als auch im Inneren – dieses Kirchlein am Rande der Stadt, auf das die Heldburger mit Recht stolz sein können.

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