Gnade sei mit Euch und Friede von dem, der da ist und der da war, und der einst wiederkommt. 

Liebe Synodale,

die Tageslosung fragt heute: Wer bestimmt den Geist des HERRN.

Was für eine Frage? Gottes Geist ist frei. Und Menschen sind frei.
Nach dem Sturz der Mauer. An vielen Orten denken wir daran. Immer frei.
Und Menschen sind frei, zu lassen und zu sagen, was sie wollen?
Freilich ohne den Anderen zu verletzen. Das wird in manchen Bereichen oft vergessen.

Wer bestimmt den Geist des Herrn?

Sein Geist beschwingt, begnadet - erneuert. Sein Geist befreit. Gottes Geist.

In unserer letzten Synode vor der Neukonstituierung am 4. April 2020 heißt es zum einen zurückblicken - zum anderen nach vorne schauen.

Auf die Tagungen unserer Synode/ der Ausschüsse - Unser Miteinander. Manches - was schmerzhaft war. Manches, was auch weh getan hat. Unser langer Prozess des Weges zu veränderten Strukturen. Es war ein wirkliches Ringen.

Und heute sind wir: Bei einem kräftigen Danke sagen.

Danke Ihnen Allen für Ihren Dienst in der Synode. Für das Mitdenken, Nachdenken, Weiterdenken und Gestalten. In Ihren Gemeinden. Von Schnett bis nach Gompertshausen. Und von Brattendorf bis Oberstadt. 

In unserem Bildband, den Sie dann überreicht bekommen. Da habe ich ein Wort hineingeschrieben: Danke steht da.    

DANKE. Ich buchstabiere das Danke durch:

DIENEN   ANBETEN    NACHFOLGE    KIRCHE   EINTRACHT 

Wenn ich das Wort gebrauche, dann in dem Wissen. Wir sind auf gemeinsamen Weg. 

Das sagt schon das Wort Synode.

Syn hodos - gemeinsam auf dem Weg. Ich weiß wohl jede Gemeinde hat ihr Eigenleben. Doch Christen brauchen das Miteinander. Das Miteinander, um sich zu sehen, zu begegnen. Ein schönes Beispiel war das Miteinander zu 30 Jahren grenzenlos. Mit dem Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford Strohm. Er erinnerte uns an das schöne Bibelwort: Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Was für ein Wort.

Liebe Synodalgemeinde,

wie kann es weitergehen, wo setzen wir Schwerpunkte?

Daran haben Sie alle mitgewirkt. Im Stellenplan-, Finanz- und Diakonieausschus. Im Bauausschuss. Und an anderer Stelle. Im Kreiskirchenrat besonders. Im gemeinsamen Feiern. Im Ringen um Zahlen und Mitarbeiter.

Wer bestimmt den Geist des HERRN.

Liebe Synodale,

in einem bin ich mir sicher. Wir bestimmen den Geist des Herrn nicht allein. ER ist es.

Und auf IHN sollen, können dürfen wir projizieren.

Im Psalm 55 heißt es dazu:  Wirf Dein Anliegen auf den Herrn; der wird dich versorgen und wird den Gerechten in Ewigkeit nicht wanken lassen. 

Dieser Psalm findet sich in einem Lied, dass Sie Alle kennen. Da heißt es:

Danke, für diesen guten Morgen......

Darauf lasst uns singen:

Danke, für diesen guten Morgen
EG 334, 1-3

Liebe Kreissynodale,

gerade sangen wir gemeinsam: Danke, dass ich all meine Sorgen auf Dich werfen mag...!  Tun wir das hinreichend? Schauen wir im Danken auf ihn, zu ihm? 

Und danken wir für das Frohe / Helle?

An anderer prominenter Stelle des Gesangbuches steht:
Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein, lässt Gott sich gar nichts nehmen. Es muss erbeten sein.

Wie kann ich Gott begegnen?
Vielleicht steht mir manchmal nicht meine Klage im Weg - die vielleicht nicht so sehr, aber wohl meine eigene Verbitterung. Das ist doch hier gemeint. Und wie einsam und allein mache ich mich auch mit meinem Sorgen, Grämen und Klagen, wenn die Klage nur von mir ablenken soll? Im Aufbruch, da bin ich gefragt, nicht in der Einsamkeit zu bleiben. bei mir selbst zu bleiben, sondern zu Gott und den Menschen aufzubrechen. Das Schwere annehmen und aufbrechen im Gespräch mit Gott - beten und alles tun, was dazu gehört.  

Wer singt, der betet doppelt. So heißt es.

Hier versteckt sich die Aufforderung zum Gebet. Das bei einer inneren Haltung beginnt. Und das in die Welt getragen werden will. In meinem Umfeld. In meinem Dorf, ....
Beten und erbitten mit Herz.
Deshalb haben uns Friedensgebete in Themar stark gemacht. Ich bin überzeugt, dass hier eine wesentliche Kraft des Widerstandes gegen braunes Gedankengut liegt. Wir werden diese Kraft brauchen. Christen haben einen Auftrag für und in der Welt.

Und Christen wissen dabei um seine Treue und Gnade... Das Singen wir gemeinsam: dass seine Hand mich leiten will an jedem - da steht jedem - Ort.
EH 334, 4 und 5 

Wer bestimmt den Geist des Herrn?

Er ist es ...gemeinsam mit uns auf dem Weg. Das heißt Synode. Mit denen, die unverzagt sind.... Menschen, die hoffen können...Gestalten. Sich eingeben…Lieben verzeihen. Ich denke an diejenigen, die nicht mehr unter uns sind: Stellenveränderungen standen an.

Pfr. Dietmar Schwesig, Pfr. Tonndorf, Pfr. Friedrich Bodo Bergk ....... Ursula Arnold. Auch an Gabriele Kürschner – der Herr habe sie selig.

Und mit denen, die neu zu uns gekommen sind: Judith Jurgeit-Prieß und Anna Kriesel, Antonia Henneberger, Pfr. Johannes Heinze, Pfr. Benjamin Martin, Kantor Andreas Förster... und viele andere mehr.

Wer bestimmt den Geist des Herrn. ER und WIR.

In dieser Freude und mit dieser Hoffnung blicken wir nach vorn: Getragen und mit Zuversicht.

Denn er geht mit uns mit.

So lasst uns singen:  Gemeinsam von Seinem Heil, das keine Schranken kennt ...von der Gnade.... vom Hoffen und unverzagt sein.... denn

Danke, ach HERR, ich will Dir danken, dass ich danken kann….

Amen

   
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