Die Kirchengemeinde DingslebenDingsleben
wird betreut vom:
Pfarramt Reurieth

Dingsleben – Kirche “St. Nicolaus und St. Margarethe”

Unweit des Kleinen Gleichbergs, in nördlicher Richtung, liegt der 250 Einwohner zählende Ort Dingsleben. Dingsleben (ca. 250 Einwohner) ist ein Straßendorf. Zwischen einer Anzahl kleiner Hügel zieht sich die breite Dorfstraße des Straßendorfes hin. An deren Seiten reihen sich die Häuser aneinander – häufig verkantet stehend und mit hübschem Fachwerk errichtet.
Ruhe und Beschaulichkeit des Ortes rühren von einem heute selten anzutreffenden Umstand her: Nur wenige Autos befahren die Dorfstraße, weil diese am Ortsrand in beiden Richtungen ihrer Hauptachse jeweils in befestigte Radwanderwege einmündet.
Dingsleben gehört zu den älteren Siedlungen der Region. Bereits 799 bzw. 800 n. Chr. wird es als “Tingesleia” unter die Güter der Äbtissin Emhilt zu Milz gezählt. 951 nennt man den Ort “Dingesleia”, 1181 dann “Dingislebe”. Ursprünglich befand sich eine Kirche am Ortsende – dort, wo heute noch der Friedhof ist.
Die Kirche unterstand zunächst dem Kloster Veßra, wurde dann wohl im 14. Jahrhundert Tochterkirche von Reurieth, bis schließlich kurz vor 1530 aus ihr eine Pfarrkirche wurde. Heute ist sie wieder dem Pfarramt Reurieth zugeordnet.
Den Dreißigjährigen Krieg überlebte Dingsleben nur mit knapper Not. Zwar wurden seit 1663 in der Kirche zu Dingsleben wieder Gottesdienste gehalten, das Gotteshaus musste aber 1740 abgerissen werden. Die neue “St. Nikolaus-Margareten-Kirche” – diesmal in der Mitte des Ortes – konnte von 1730 bis 1742 unter Verwendung der alten Steine errichtet werden.
Ungewöhnlich freilich, aber durch Straßenverlauf und Anordnung der Häuser wohl erzwungen, ist die Nord-Süd-Ausrichtung der Kirche.
Der Altarraum wird durch Chorschranken, die mit Balustern und Pfeilern verziert und mit zwei niedrigen Türen versehen sind, vom übrigen Kirchenraum abgetrennt. Die dazu passend gestaltete Lesekanzel steht in der Mitte zwischen den Schranken. Leider verdeckt sie den dahinter stehenden achteckigen, spätgotischen Taufstein aus Sandstein, dessen Mittelstück (24,5 cm lang, aufbewahrt im Kirchturm) im Schaft heute fehlt.
Die Orgel, hochoben auf der zweiten Empore, bereichert mit ihrem sehenswerten Barockprospekt die Gesamtwirkung des Raumes. Sie wurde von Johann Georg Henne, Hildburghausen, 1770 gebaut.

Besuchen Sie unsere Kirche und Gemeinde bei ihren Veranstaltungen.
Sie sind willkommen!
Termine dazu erfahren Sie im Pfarramt. (siehe oben)