Die Kirchengemeinde MarisfeldMarisfeld
wird betreut vom:
Pfarramt Marisfeld


Marisfeld – Kirche St. Mauritius

Der Ort Marisfeldl iegt auf einer Kalkebene, rund 380 Meter über dem Meeresspiegel in der so genannten Marisfelder Mulde. Das über 1200 Jahre alte Haufendorf wurde bereits 796 in einer Urkunde des Klosters Fulda erwähnt, in späteren Urkunden finden sich weitere Benennungen: 814 “Maresfeldun”, 824 “Marahsfeld” und 1285 “Marchesfeld”.
Die Geistlichen kamen ursprünglich aus dem Kloster Veßra, bis 1539 der Ort kirchlich selbstständig wurde.
Die Orgel Eine Besonderheit aus dem Jahre 1719. Das Werk wurde von dem namhaften Orgelbauer Nikolaus Seeber (1680 – 1739) aus Römhild errichtet. Den Orgelprospekt mit den kunstvoll gestalteten Figuren und Verzierungen fertigte der Bildhauer Hans Justus Leib aus Streufdorf (1722). Zwei geschnitzte Engel zeigen die Wappen der Marschalk von Ostheim und der Herren von Bibra, was auf deren Stifterschaft hindeutet.
Ein besonderes Merkmal der Marisfelder Kirche sind ihre alten Glocken, die trotz der Kriege und Brände erhalten geblieben sind.
Die Größte hat am oberen Rand die Namen der vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes und die lateinische Inschrift: “Christe cum tua pace. Maritius Patronus. A. Dom. MCCCCLXXXXVIII”. Ins Deutsche übersetzt: “Christus (sei mit uns) mit deinem Frieden. Moritz (Mauritius) ist der Patron (der Kirche) 1498.” Diese Glocke wird auch “Laurenzer” genannt, da sie angeblich aus der “Laurentius- (oder Lorenz) Kapelle”, einem Wallfahrtsort zwischen dem benachbarten Schmeheim und Dietzhausen, stammen soll, was aber eher für die kleine Glocke zutreffen könnte.
Darüber wird als volkstümliche Sage berichtet: Einst hütete ein Hirt bei der Laurenze seine Herde. Da bemerkte er einen metallenen Gegenstand, der aus dem Weideland hervorsah. Wahrscheinlich hatte ihn ein Wildschwein bloßgewühlt. Der Hirt grub weiter und legte zu seinem Erstaunen eine Glocke frei. Es war die uralte Turmglocke der Lauretius-Kapelle. Sowohl die Gemeinde Schmeheim als auch die Gemeinde Marisfeld wollten sich die Glocke aneignen. Um allen Streit aus dem Weg zu gehen, kam man dahin überein, die Glocke auf einen Wagen zu laden und durch ein lindes Pferd fortziehen zu lassen. Der Gemeinde sollte die Glocke gehören, nach der das blinde Pferd ungefähr die Richtung nehmen würde. Man führte es einige Male im Kreis herum, und dann konnte es seinen entscheidenden Weg nehmen. Da es aus Marisfeld stammte, lief es naturgemäß nach dem Dorf Marisfeld, dem die Glocke fortan gehörte.
Im Kirchturm befindet sich eine bemerkenswerte Fledermaus-Kolonie, deren Schutz sich die örtliche Kirchengemeinde in besonderer Weise angenommen hat. Neben der Kirche, angrenzend an die romantische Schlossparkanlage, steht das stattliche Schloss, das bereits 1397 bestand und 1641 fast gänzlich zerstört und 1665 wieder aufgebaut wurde.
Das Pfarrhaus, ein typischer fränkischer Fachwerkbau mit repräsentativen Schmuckelementen, geht auf das Jahr 1557 zurück.

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