Dieses ist eine besondere Zeit auch darin besonders, dass einem plötzlich so viele Bibelworte in den Sinn kommen und zu leuchten beginnen. Sie erklären sich wie von selbst aus der Situation heraus gerade weil das jetzt so eine besondere Situation ist. Ich denke dabei jetzt an dieses Wort: "Wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren, wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es erhalten." Lukas 9,24.

So oft habe ich mich damit abgemüht. Hab es so verstanden, als müssten wir irgendwelche besonderen, übermenschlichen Leistungen erbringen, - sich vom eigenen Leben abwenden. Warum eigentlich? Und jetzt in dieser Situation ist es so klar: "Wer sein Leben erhalten will,… wer nur an sich denkt - gerade unter den Bedingungen von Corona, in dieser Gefahr, wenn meine Gedanken nur um mich und die mögliche Gefährdung meines Lebens kreisen, dann werde ich mein Leben verlieren. Wenn ich aber mein Leben verliere, "aus dem Blick verliere", "um meinetwillen", um Jesu willen, um des Nächsten willen, weil ich versuche mich in ihn hinein zu denken, weil ich versuche, für ihn mit zu denken, dann werde ich das Leben gewinnen. Jetzt, gerade jetzt, kommt es darauf an zu leben, das richtige Leben zu ergreifen. Und das ist eben das Leben, das mich mit den anderen Menschen verbindet. Wir spüren es gerade.

…dass wir aneinander denken, versuchen die Probleme, vor denen der andere steht, mit zu fühlen, mit zu empfinden und so gut wie möglich mit zu tragen und mit zu lösen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen gesegneten zweiten Advent.

Pfr. H. Dede

   

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