Die Kirchengemeinde Adelhausen001 Adelhausen
wird betreut vom:
Pfarramt Streufdorf

002 Adelhausen
Ansprechpartner
:
Maria Sulies
98646 Straufhain/OT Adelhausen
Dorfstr. 11
Tel.: 03685-706758



Adelhausen – Kirche "St. Marien"

Die Gemeinde Adelhausen zählt etwa 160 Einwohner. Der Ort wurde 1315 als Atthus, Attelehusen; 1340 als Athalhusen, das heißt: zu den Häusern des Addalo oder Athalo, urkundlich bekannt und gehörte einst zur Herrschaft des benachbarten Rittergutes in Eishausen.
Mit Sicherheit aber ist die Ortschaft noch älter. Gleich neben dem wasserreichen Weidachbach lugt durch eine mächtige alte Kastanie und die luftige Birken- und Lebensbaumreihe die kleine Marienkirche hervor.
Sie ist im Äußeren wie im Inneren ein “steinernes Juwel”. In einem guten Maßverhältnis stehen Turm (etwa vier Meter im Quadrat) und Kirchenhaus (fast elf Meter lang und siebeneinhalb Meter breit) zueinander. Eine weitere Schönheit im Äußeren bietet die Adelhäuser Marienkirche durch die Tatsache, dass sie unverputzt ist. Durch verschieden naturgefärbte Steinarten ergibt sich dadurch ein dezent “buntes” Aussehen, wie man es selten bei einem Gotteshaus findet. Beim genauen Hinschauen entdeckt der Betrachter sogar die Reste einer alten Sonnenuhr an der Südseite der Kirche. Die Kantsteine sowohl am Kirchenhaus als auch am Turm tragen durchweg die “Zangenlöcher”, die für den mittelalterlichen Kirchenbau charakteristisch sind. An der Südseite findet sich an einem solchen Kantstein ein altes Steinmetzzeichen.
Eine lateinische Bauinschrift, die an der Westseite links neben dem Eingang eingemauert ist, nennt das Jahr 1484 als Entstehungszeit der durch die Heßberger Ritter gestifteten Marienkirche.
Die Adelhäuser Kirche besitzt keine Sakristei, aber eine zugemauerte Tür an der Nordseite des Altarraumes. Und die Legende, dass im Mittelalter im Ort stationierte Mönche die kirchlichen Funktionen ausübten. Man könnte vermuten, dass diese Tür unter anderem auch den Mönchen als Durchgang diente.
In den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde eine Reihe Fresken aus der Entstehungszeit der Kirche, über der Kanzel und dem Chorbogen sowie auf der nördlichen und südlichen Emporenseite, freigelegt und restauriert. Darunter befinden sich weibliche “Nothelfer-Darstellungen”, möglicherweise auch eine Marienfigur mit dem Jesuskind – die Schutzpatronin der Adelhäuser Kirche.
Zwei schöne alte Bronzeglocken beherbergt der Turm. Die kleinere mag um 1484 (ein Jahr nach Luthers Geburt!) gegossen worden sein. Die andere, 1764 in Coburg gegossen, trägt die Namen des damals regierenden Hildburghäuser Herzogs und des Heßberger Kirchenpatrons. Abgenommen im Zweiten Weltkrieg und zum Einschmelzen bestimmt, entdeckte diese 2. Glocke ein Adelhäuser Bürger auf dem Hamburger “Glockenfriedhof” und veranlasste die Rückführung.

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